Ärzte Zeitung, 15.05.2012

Großbritannien: Tiefststand bei Krebstoten

LONDON (eis). Immer weniger mittelalte Menschen sterben an Krebs, belegen Daten aus Großbritannien.

Nach Angaben von Cancer Research UK hat dort die Zahl der Krebs-Todesfälle bei 50- bis 59-Jährigen binnen 40 Jahren um 40 Prozent abgenommen (von 21.300 im Jahr 1971 auf weniger als 14.000 in 2010).

Dies bedeute den geringsten Wert sei Einführung der Statistik. Der Rückgang wird mit Fortschritten bei Screening, Früherkennung und Therapie begründet und zudem mit einer Abnahme der Raucher.

Bei Männern nahmen vor allem Todesfälle durch Magen-, Hoden- und Lungenkrebs ab, ebenso Todesfälle durch Hodgkin's Lymphom. Bei Frauen ging die Zahl von Todesfällen wegen Zervix-, Magen- und Darmkrebs sowie Hodgkin's Lymphom besonders zurück.

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[16.05.2012, 19:08:00]
Willem Hoffmanns 
Für solche Aussagen kein Verständnis
In 40 Jahren sanken die Krebstodesfälle um 40 Prozent in UK. Der Wissenschaftler betrachtet aber ausgerechnet einen Zeitraum, in dem die Anzahl der Raucher ZUGENOMMEN hat, erst kurz vor 2010 nahm sie wieder ab. Es ist davon auszugehen, dass ausgerechnet in der ausschließlich betrachteten Altersgruppe (50-59jährige) Anfang der 70er Jahre ein Großteil gar nicht oder erst sehr spät mit dem Tabakrauchen in Verbindung kam.
Worüber reden wir hier: Wir reden über Geburtsjahrgänge ab 1913 bis 1922. Demgegenüber haben wir es 2010 mit Geburtsjahrgängen von 1952 bis 1961 zu tun. Über 45 Prozent dieser Altersgruppe waren in ihrem Leben mal Raucher, ein großer Teil hat über längere Zeit geraucht.
Und dennoch führt der Wissenschaftler es als Beleg an, dass die Sterblichkeitsrate auf die Abnahme der Raucher zurück zu führen sei.
(Bundesversammlung Genuss - Freiheit - Selbstbestimmung) zum Beitrag »

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