Ärzte Zeitung online, 06.07.2012

Indien: Arzneien in Kliniken bald kostenlos

NEU DELHI (dpa). Das indische Gesundheitsministerium will Patienten in staatlichen Krankenhäusern zukünftig kostenlos mit Nachahmer-Medikamenten versorgen.

Der Regierung sei ein Antrag für die landesweite Bereitstellung und Verteilung von Generika vorgelegt worden, sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Freitag.

Die Kosten für das Vorhaben beliefen sich in den nächsten fünf Jahren auf insgesamt rund 267 Milliarden Rupien (rund 3,9 Milliarden Euro).

"Sollte diese Initiative Teil des neuen Fünfjahresplans (2012 bis 2017) werden, wäre das ein gewaltiger Schritt, um den Zugang zu Medikamenten erheblich auszuweiten", erklärte die Sprecherin.

Wie indische Medien berichteten, wird im August mit einer abschließenden Entscheidung gerechnet. Sollte diese wie erwartet positiv ausfallen, könnte das Großprojekt bereits im Oktober anlaufen.

Nach Regierungsangaben werden in staatlichen Krankenhäusern und Gesundheitsstationen bislang rund 22 Prozent der 1,2 Milliarden Inder versorgt. Durch die kostenlose Bereitstellung von Generika könnte dieser Wert bis 2017 nach Schätzungen auf über 50 Prozent steigen

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »

Nicht nur zu viel LDL-C ist schädlich

Atherosklerose entsteht offenbar nicht nur, wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut zirkuliert. Der Aufbau der Partikel scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen – und hier lässt sich therapeutisch eingreifen, wie Wissenschaftler zeigen. mehr »