Ärzte Zeitung, 25.10.2012

Medizintourismus

Polen rührt die Werbetrommel

WARSCHAU (maw). Polen will sich in Stellung bringen und gezielt Patienten aus dem Ausland ansprechen.

Wie Ada Kostrz-Kostecka vom Europäischen Zentrum des Unternehmertums, einer polnischen Agentur, im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" erläutert, plane Polen, gefördert durch die EU seine Kapazitäten für ausländische Patienten aufzubauen.

Dabei will Polen vor allem mit gut ausgebildetem medizinischem Personal sowie einer modernen medizinischen Ausstattung punkten. Das Arztpraxenregister ermögliche die Prüfung der Befugnisse und Kompetenzen eines jeden Arztes, der zur Behandlung zugelassen sei.

Gezielt werden die im Vergleich zum Beispiel zu Deutschland niedrigen Preise für medizinische Eingriffe im Nachbarland in den Vordergrund gestellt.

Neben der schulmedizinischen Exzellenz verfüge Polen zudem über eine über mehrere Jahrhunderte praktizierte, weltweit einzigartige traditionelle Methode der umfassenden Behandlung und Rehabilitation per Kurorttherapie.

Dazu zählten Heilbäder, -schlamm oder auch -salz. Polen verfüge über mehr als 200 Wellness-Zentren, mit Fokus auf Anti-Ageing, ästhetische Op oder auch Rehabilitationsbehandlungen.

Im Dezember reisen Medizintouristen-Vermittler, Versicherer sowie Kassenvertreter aus Europa und USA nach Polen, um die Angebote in Augenschein zu nehmen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »