Ärzte Zeitung, 18.11.2012

Julia Timoschenko

Hungerstreik abgebrochen

 KIEW. Deutsche Ärzte führen die inhaftierte ukrainische Oppositionsführerin Julia Timoschenko langsam aus deren gut zweiwöchigem Protest-Hungerstreik wegen Wahlfälschung heraus.

Die Ex-Regierungschefin trinke zunächst verdünnten Saft, sagten Lutz Harms und Anett Reißhauer von der Berliner Charité Medien zufolge am Freitag in Charkow. Timoschenko teilte mit, ihr Ziel sei erreicht.

"Niemand erkennt dieses Parlament als legitim und demokratisch gewählt an", verlas Timoschenkos Tochter Jewgenija aus einer Erklärung. Deshalb breche die 51-Jährige nun ihren Hungerstreik am 18. Tag ab und setze ihren Kampf gegen Präsident Viktor Janukowitsch mit anderen Mitteln fort.

Die Opposition um Timoschenko und Boxweltmeister Vitali Klitschko wirft dem Regierungslager massive Manipulationen bei der Parlamentswahl am 28. Oktober vor.Bis sie wieder normal essen könne, benötige Timoschenko rund zweieinhalb Wochen, sagten die Berliner Ärzte.

Allerdings seien Timoschenkos Rückenschmerzen stärker geworden. Die Anführerin der prowestlichen Orangenen Revolution von 2004 hat unter anderem ein Bandscheibenleiden. Sie sitzt wegen Amtsmissbrauchs eine umstrittene siebenjährige Haftstrafe ab. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »