Ärzte Zeitung, 07.10.2013
 

Ukraine

Timoschenko wird in Deutschland behandelt

KIEW. Die inhaftierte ukrainische Oppositionsführerin Julia Timoschenko hat dem Angebot hoher EU-Vertreter zur möglichen Behandlung ihres Rückenleidens in Deutschland offiziell zugestimmt.

Der polnische Ex-Präsident Aleksander Kwasniewski und der frühere EU-Parlamentschef Pat Cox aus Irland hätten der 52-Jährigen nach monatelangen Verhandlungen den Vorschlag unterbreitet, teilte ihr AnwaltSergej Wlassenko am Freitag in Kiew mit.

"Ich nehme diesen Vorschlag an", hieß es in einem Schreiben Timoschenkos. Die Bundesregierung hatte der Ex-Regierungschefin eine solche Pflege angeboten. Timoschenko versicherte, nach einer möglichen Verlegung nicht um politisches Asyl zu bitten.

Kwasniewski und Cox hätten zudem Präsident Viktor Janukowitsch um Timoschenkos Begnadigung gebeten, meldeten Medien in der früheren Sowjetrepublik.

Von Janukowitschs Entscheidung hängt Beobachtern zufolge auch der Abschluss eines weitreichenden Assoziierungsabkommens der Ukraine mit der Europäischen Union ab. Es soll Ende November in Vilnius unterzeichnet werden.

Die EU fordert die Freilassung Timoschenkos.Die Politikerin sitzt im ostukrainischen Charkow eine umstrittene siebenjährige Gefängnisstrafe wegen Amtsmissbrauch ab.

Wegen den Folgen eines Bandscheibenvorfalls befindet sie sich in einem Krankenhaus und wird dort auch von deutschen Ärzten betreut. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Frauen schuld an "Männergrippe"?

Jammernde Männer mit Erkältung sind keine Weicheier, sie leiden tatsächlich stärker. Das liegt wohl am Testosteron. Und an Frauen, die testosterontriefende Männer bevorzugen. mehr »

Stammzellgesetz – Bremse für Forscher?

2002 gab es um die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen eine hochemotionale Debatte. Heute ist der Pionier von ehedem mit dem Stand seiner Arbeit zufrieden. Doch nicht nur er fürchtet durch das Stammzellgesetz Nachteile für Forscher in Deutschland. mehr »

Ebola-Überlebende auch 40 Jahre später noch immun

Eine Forscherin machte sich auf die Suche nach den Überlebenden des ersten Ebola-Ausbruchs – und verspricht sich davon wichtige Erkenntnisse. mehr »