Ärzte Zeitung, 18.10.2013
 

World Health Summit

Berlin lädt zum fünften Gipfel

Ein Gipfel der Gesundheit: Zum fünften Mal treffen sich ab Sonntag Experten aus aller Welt in Berlin zum World Health Summit. Auf der Tagesordnung stehen auch die Millennium-Ziele, die bis 2015 erreicht sein sollten.

Von Martina Merten

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Ab Sonntag ist es wieder soweit: in Berlin wird gegipfelt.

© Marc Tirl / dpa

BERLIN Zum fünften Mal kommen vom 20. bis zum 22. Oktober um die 1000 internationale Entscheidungsträger aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft auf dem World Health Summit (WHS) in Berlin zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Chancen weltweiter Gesundheitsversorgung zu diskutieren.

Wie in den Vorjahren organisiert die Charité in Kooperation mit den National Academies of Scienes von mehr als 67 Ländern die Veranstaltung. Die Schirmherrschaft übernehmen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso.

Präsident des diesjährigen WHS ist John Wong aus Singapur.Der Gipfel findet im Auswärtigen Amt Berlin statt, das erstmals Partner des Gipfels ist. Zu den Schwerpunkten gehören unter anderem die Themen: Global Health for Development and Evidence to Policy.

In Symposien und Workshops werden sich die Teilnehmer zum Beispiel mit den Millennium-Zielen auseinandersetzen, deren Aktionszeitraum 2015 ausläuft.

Um den Einfluss von Gesundheit auf die wirtschaftliche Entwicklung, Armutsbekämpfung und politische Stabilität wird es in den Reden rund um den Schwerpunkt "Evidence to Policy" (Das Verhältnis von Politik und Wissenschaft) gehen.

Chemie-Nobelpreisträger als Redner

Zeitgleich beschäftigen sich die Teilnehmer der Symposien zum Thema "Research and Innovation" (Forschung und Innovation) mit der Frage, in wieweit neue Entwicklungen wie die Genom-Forschung oder Big Data helfen können, Menschen überall auf der Welt besser zu versorgen.

Bei dem Schwerpunkt "Education and Leadership" (Akademische Verantwortung) geht es darum, das Maß an Verantwortung, das die Wissenschaft für vernünftige gesundheitspolitische Rahmenbedingungen trägt, zu definieren.

Welche Verantwortung hat beispielsweise die Universität Fukushima zweieinhalb Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima zu tragen, um die Bevölkerung von den Folgen der Umweltkatastrophe zu schützen?

Wie in den Vorjahren zählen namhafte Redner zu den Referenten des Gipfels, darunter Chemie-Nobelpreisträger Aaron Ciechanover aus Israel. Marie-Paule Kieny, stellvertretende Generaldirektorin der WHO und Jeanette Vega, geschäftsführende Direktorin der Rockefeller Foundation.

Das Programm auf www.worldhealthsummit.org

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