Ärzte Zeitung online, 04.12.2013

Horizont 2020

Milliarden für die Forschung

Nach langen Verhandlungen haben die 28 Mitgliedsstaaten grünes Licht für das neue Forschungsprogramm "Horizont 2020" gegeben. Die Versprechungen und Hoffnungen der EU-Kommission sind groß.

BRÜSSEL. Die 28 Mitgliedsstaaten der EU haben den Weg für das EU-Forschungsprogramm "Horizont 2020" frei gemacht. Das auf sieben Jahre angelegte Programm umfasst ein Budget von 77 Milliarden Euro.

Es soll das 7. Forschungsrahmenprogramm der EU ablösen, das Ende des Jahres ausläuft. Dabei sollen die Public-Private-Partnership-Programme (PPP) aus dem früheren Forschungsprogramm fortgeführt werden, hieß es. Impulse für Wachstum, Arbeitsplätze und die Stärkung der EU als Forschungsregion sind die großen Ziele von "Horizont 2020".

Eines der fünf Elemente des sogenannten Innovation Investment Package, das ingesamt 22 Milliarden Euro umfassen soll, ist die Initiative "Innovative Medicines Initiative 2" (IMI).

Das IMI fördert bisher 40 Projekte der Arzneimittelforschung in den Bereichen Krebs, Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes und seltene Erkrankungen. 3,5 Milliarden Euro sollen in der Laufzeit von "Horizont 2020" für das IMI bereitgestellt werden.

Klare Antragsregeln, weniger Bürokratie

Mit "Horizont 2020" verspricht die EU ein Forschungsprogramm neuen Stils: Alle Programme unter einem Dach vereint, einheitliche, klare Regeln für die Förderung, weniger Bürokratie.

Für ethische strittige Forschungsvorhaben gilt die Praxis des bisherigen Forschungsrahmenprogramms: Forschung, die im Rahmen von "Horizont 2020" gefördert werden soll, muss demnach den nationalen Vorgaben des Landes, in dem geforscht wird, und internationalen Bestimmungen entsprechen.

So werde die Forschung beispielsweise an humanen embryonalen Stammzellen dann unterstützt, wenn dies den rechtlichen Vorgaben des beteiligten Mitgliedsstaats entspricht, hieß es.

Das Europäische Parlament hat bereits am 21. November dem neuen Forschungsprogramm zugestimmt. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Die häufigsten Fehler bei der Opioid-Therapie

Nehmen Patienten Opioide ein, müssen sie einiges beachten. Manches Missverständnis und mancher Einnahmefehler können Ärzte mit zwei Sätzen der Erklärung ausräumen. mehr »

Spahn bleibt bei Sprechstundenzeiten hart

Das Termineservicegesetz wird nachgebessert werden, aber nicht bei den Sprechstundenzeiten. Das stellt Jens Spahn beim Neujahrsempfang des Hausärzteverbands klar. mehr »

Wenn die Klinik-IT gehackt wird

Bei Hackerattacken auf Kliniken und Praxen sind Patienten, Ärzte und Hersteller betroffen. Welche Risiken bestehen und welche Gegenmaßnahmen wirksam sind, erörtern Medizinrechtler. mehr »