Ärzte Zeitung online, 01.07.2014
 

Griechenland

Wieder kostenlose Arztbehandlungen für Arbeitslose

ATHEN. Arbeitslose können in Griechenland wieder mit kostenloser ärztlicher Hilfe rechnen. Mit einem Ministerialerlass wurde am Montag geregelt, dass jeder Arbeitslose im Krankheitsfall Ärzte und Krankenhäuser aufsuchen kann, die mit den staatlichen Krankenkassen zusammenarbeiten.

Diese sind nunmehr verpflichtet, die Kranken zu behandeln und ihnen Medikamente zu verschreiben. Dies berichtete das Staatsradio am Montag.

Im Zuge der Finanzkrise und der enormen Arbeitslosigkeit - zurzeit knapp 27 Prozent - haben in den vergangenen vier Jahren mehr als eine Million Menschen ihre Versicherungsbeiträge nicht bezahlt und damit auch den Anspruch auf Behandlung in Krankenhäusern und bei Arztbesuchen sowie auf Medikamente verloren. Sie mussten alles aus eigener Tasche zahlen.

Die Krankenversicherung der Arbeitslosen werde den Staat nunmehr rund 340 Millionen Euro jährlich kosten, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen des Finanzministeriums. (dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tausende HPV-Tumoren pro Jahr sind vermeidbar

Viele Krebserkrankungen in Deutschland ließen sich durch einen HPV-Schutz vermeiden, so RKI-Berechnungen. Das Institut rät zum Impfen - das könnte auch bei Jungen sinnvoll sein. mehr »

Mit Kohlenhydrat-Tagen die Insulinresistenz durchbrechen

Typ-2-Diabetiker mit schwerer Insulinresistenz können vom Prinzip einer hundert Jahre alten Haferkur profitieren. Erfahrungsgemäß sprechen 70 Prozent der Betroffenen darauf an. mehr »

Kliniken in Nordrhein sind Vorreiter beim E-Arztbrief

Der Klinikbetreiber Caritas Trägergesellschaft West zählt zu den Vorreitern des elektronischen Arztbriefes über KV-Connect. Viele Niedergelassene sind bereits angeschlossen. mehr »