Ärzte Zeitung App, 21.10.2014

Großbritannien

Arzneimittel ohne Zulassung für Todkranke?

LONDON. In Großbritannien sollen sterbenskranke Menschen laut "Daily Telegraph" künftig unter bestimmten Umständen noch nicht zugelassene Medikamente bekommen. Die britische Regierung stehe hinter einem entsprechenden Gesetzentwurf, mit dem sich das Unterhaus in dieser Woche beschäftige, berichtete die Zeitung am Montag.

Die geplante Änderung würde es Ärzten leichter machen, neue Medikamente etwa an sterbenskranken Krebspatienten auszuprobieren, ohne mit einer Klage rechnen zu müssen. Dafür müssten aber andere Behandlungsmöglichkeiten schon erschöpft sein. Die Patienten müssen der Behandlung laut "Daily Telegraph" zustimmen.

Bei der Bekämpfung des tödlichen Ebola-Virus kommen derzeit experimentelle Präparate wie "ZMapp" zum Einsatz. Den Gesetzentwurf müssen das Ober- und das Unterhaus billigen. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wenn Kokain auf Brust und Herz schlägt

Down nach dem High: Ein junger Mann kommt mit Brustschmerzen in die Notaufnahme, er hat am Tag zuvor Kokain konsumiert. Die Diagnostik ergibt einen überraschenden Befund. mehr »

Immer mehr BU-Fälle durch die Psyche

Der lange Arm der Leistungsgesellschaft oder einfach bessere Diagnose? Eine sprunghaft steigende Anzahl von Arbeitnehmern scheidet wegen psychischer Probleme vorzeitig aus dem Berufsleben aus. mehr »

Fehlerquelle Entlassbriefe

Unbekannte Abkürzungen und Therapieempfehlungen, die nicht zum Befund passen: Eine Umfrage unter Hausärzten deckt Verbesserungspotenzial in Entlassbriefen auf. mehr »