Ärzte Zeitung, 16.06.2015

Auswandern

Deutschen Ärzten steht Schweiz weiter offen

STUTTGART. Künftige Einschränkungen beim Zuzug von Arbeitnehmern in die Schweiz werden Ärzte und Angehörige anderer Gesundheitsberufe, die im Nachbarland arbeiten wollen, kaum treffen.

Davon geht die baden-württembergische Landesregierung in der Antwort auf eine parlamentarischeAnfrage der CDU aus.

Im Februar hat der Schweizerische Bundesrat Vorschläge zur Regulierung der Zuwanderung vorgelegt und damit auf die Volksinitiative "Gegen Masseneinwanderung" vom Februar 2014 reagiert.

Ohne Änderung des Freizügigkeitsabkommens der EU mit der Schweiz sei ein "Inländervorrang" aber nicht rechtskonform.

Wörtlich erklärt die Regierung: "Der Schweizer Bundesrat geht selber davon aus, dass die vorgelegten Vorschläge für Höchstzahlen und Kontingente für EU-Bürger über einen Inländervorrang nicht mit dem geltenden Freizügigkeitsabkommen vereinbar sind."

Hinzu komme, dass die Schweiz im Gesundheitswesen auch künftig "auf Fachkräfte aus dem Ausland dringend angewiesen" sei. (fst)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Rätselhafter Demenz-Rückgang

Eine US-Studie deutet erneut auf eine fallende Demenz-Inzidenz, und zwar besonders in Geburtsjahrgängen ab 1925. Wisssenschaftliche Erklärungen für die Beobachtung fallen schwer. mehr »

Viele Gesundheitspolitiker verteidigen ihr Mandat

Die Großwetterlage hat sich verändert. Doch viele Fachpolitiker schaffen den Wiedereinzug ins Parlament. mehr »

Das Trauma nach der Loveparade

Das tödliche Gedränge bei der Loveparade im Sommer 2010 in Duisburg: Im ARD-Film "Das Leben danach" geht es um die Auswirkungen auf die traumatisierten Überlebenden. mehr »