Ärzte Zeitung, 14.08.2015

Auszeichnung

WHO hält Brandenburg für sicher

POTSDAM. Brandenburg ist sicher. Das bestätigt jetzt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Sie hat das Bundesland im Rahmen ihres weltweiten Programms Safe Communities zum zweiten Mal nach 2009 als "Sichere Region" ausgezeichnet.

Voraussetzung für die Auszeichnung ist ein besonderer Einsatz für die Prävention von Verletzungen durch Unfälle und Gewalt. In Deutschland ist neben dem Land Brandenburg noch die Stadt Delmenhorst als "Sichere Gemeinde" ausgezeichnet. Das WHO-Zertifikat muss nach fünf Jahren erneuert werden.

Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) betrachtet die erneute Auszeichnung durch die WHO als einen großen Erfolg. "Sie zeigt, dass die Unfall- und Gewaltprävention einen sehr hohen Stellenwert in Brandenburg hat", so Golze.

Nach ihren Angaben passieren die meisten Unfälle zuhause und in der Freizeit. Berufsunfälle liegen in der Brandenburger Unfallstatistik an zweiter, Verkehrsunfälle an dritter Stelle.

Brandenburg ist seit fünf Jahren Mitglied im weltweiten WHO-Netzwerk "Safe Communities". Hier arbeiten weltweit rund 350 Kommunen und Regionen darauf hin, dass ihre Einwohner mit zielgerichteter Prävention wirksam vor Unfällen, Gewalt und Selbstverletzungen geschützt sind.

Besonderes Augenmerk gilt in Brandenburg Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen mit erhöhten Verletzungsrisiken. Das zeigt sich auch an den einzelnen Initiativen.

Dazu zählen die lokalen Bündnisse für Familie, das Netzwerk Gesunde Kinder, das Forum Verkehrssicherheit, aber auch der Landespräventionsrat Brandenburg und das Bündnis Tolerantes Brandenburg.

Der Steuerungsgruppe "Sicheres Brandenburg" gehören neben den zuständigen Ministerien auch der Städte- und Gemeindebund und die Unfallkasse Brandenburg an. (ami)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Hausarztverträge im Visier des BVA

Das Bundesversicherungsamt duldet Chronikerpauschalen in bisheriger Form nicht mehr. Bis Ende August müssen Kassen Verträge anpassen. Hausärzte-Chef Weigeldt ist vergrätzt. mehr »

Reiseimpfungen – Welcher Schutz ist nötig?

Egal, wohin die Reise geht, die Basisimpfungen sollten vorhanden sein. Doch auch 2018 gibt es für einige Länder spezielle Empfehlungen. mehr »

IQWiG hinterfragt Darmkrebs-Screening

Der aktuelle Rapid Report des IQWiG kommt ebenso wie der Abschlussbericht von 2013 zu dem Fazit: Der Nutzen des Screenings bei unter 55-Jährigen mit einem familiären Risiko für Darmkrebs ist unklar. mehr »