Ärzte Zeitung, 30.05.2016
 

Generika-Industrie

EU-Parlament will Produktion liberalisieren

BERLIN. Der Branchenverband Pro Generika begrüßt das Vorhaben des Europäischen Parlaments, die Generikaproduktion EU-weit einheitlich noch vor Ablauf bestehender Schutzrechte freizugeben.

Am 26. Mai hatte das EU-Parlament die Kommission aufgefordert, eine entsprechende Richtlinienänderung zu erarbeiten. Danach könnten Unternehmen Nachahmermedikamente für den Export in Länder herstellen, in denen das Originalpatent bereits abgelaufen ist, auch wenn die Marktexklusivität im eigenen Land noch gilt.

Bisher ist das nur vereinzelt und nach nationalem Recht möglich, etwa in Irland oder auf Malta.

"Das ist ein ganz wichtiger Schritt, der eine Stärkung des Produktionsstandorts Deutschland bedeuten kann", ließ Pro-Generika-Geschäftsführer Bork Bretthauer verlauten. Zudem würden die Exportchancen europäischer Generikahersteller verbessert. (cw)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

FDP-Chef gibt den "Bastafari" – Steinmeier gegen Neuwahlen

Die FDP ist aus den Jamaika-Gesprächen ausgestiegen. Bundespräsident Frank Walter Steinmeier erteilt schnellen Neuwahlen eine Absage. KBV-Chef Gassen fordert Tempo. mehr »

Mit Kohlenhydrat-Tagen die Insulinresistenz durchbrechen

Typ-2-Diabetiker mit schwerer Insulinresistenz können vom Prinzip einer hundert Jahre alten Haferkur profitieren. Erfahrungsgemäß sprechen 70 Prozent der Betroffenen darauf an. mehr »

Kliniken in Nordrhein sind Vorreiter beim E-Arztbrief

Der Klinikbetreiber Caritas Trägergesellschaft West zählt zu den Vorreitern des elektronischen Arztbriefes über KV-Connect. Viele Niedergelassene sind bereits angeschlossen. mehr »