Ärzte Zeitung, 18.07.2016

Welt-Aids-Konferenz

Scheitern im Kampf gegen Aids befürchtet

DURBAN. Jedes Jahr sterben rund 1,1 Millionen Menschen an Aids. Die meisten Todesfälle wären jedoch vermeidbar. Die Aids-Epidemie wird Experten zufolge wohl nicht wie geplant bis zum Jahr 2030 besiegt sein. „Ich habe Angst“, sagte am Montag der Chef der Anti-Aids-Organisation der Vereinten Nationen (UNAIDS), Michel Sidibé. „Wir werden es nicht schaffen.“

Das erst kürzlich vereinbarte Ziel der internationalen Gemeinschaft, Aids in den nächsten 14 Jahren zu bezwingen, bleibe unerreichbar, wenn nicht schnell mehr getan werde. Angesichts anderer dringender Probleme wie Terrorismus oder Migration gehe die finanzielle Unterstützung für den Kampf gegen HIV in dieser kritischen Phase zurück, so Sidibé zum Auftakt der Welt-Aids-Konferenz in Südafrika. (dpa)

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