Ärzte Zeitung online, 01.02.2017
 

Wissenschaft

Berater von Obama kritisiert Trumps Einreisebeschränkung

John Holdren fürchtet, dass der Einreisestopp Wissenschaftler daran hindert, über Grenzen hinaus zu kooperieren.

WASHINGTON. Der ehemalige Wissenschaftsberater des Weißen Hauses, John Holdren, hat die Einreisebeschränkung für Staatsangehörige von sieben Ländern verurteilt, die von U.S.-Präsident Donald Trump letzten Freitag erlassen worden waren. Die Beschränkung nannte er "pervers", "abscheulich" und "eine schreckliche, schreckliche Idee", meldet das Magazin Nature.

Der Einreisestopp werde die Sicherheit des Landes nicht erhöhen, sondern den Erfindergeist der Vereinigten Staaten beschneiden, erklärte Holdren. "Wird er aufrecht erhalten, wird der Stopp eine Fülle von Partnerschaften in Wissenschaft und Technologie auf der ganzen Welt beschädigen." Dies betreffe beispielsweise die Entwicklung von Impfstoffen. Das wirke sich letzten Endes auf den Wohlstand aller aus. "Eine gedeihende Welt ist eine stabilere Welt, und es ist klar, dass Innovationen in Wissenschaft und Technologie ökonomisches Wachstum fördern."

Holdren leitete das Büro des Weißen Hauses für Wissenschaft und Technologie von 2009 bis Januar dieses Jahres. (mmr)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Vom Sinn und Unsinn medikamentöser Arthrose-Therapien

Arthrosebeschwerden sind weit verbreitet und nur begrenzt medikamentös behandelbar. Ein Update zur Evidenzlage medikamentöser Therapien wurde nun präsentiert. mehr »

Diesen Effekt haben Walnüsse auf Lipide

Die Lipidsenkung durch den täglichen Verzehr von Walnüssen stellt sich offenbar unabhängig davon ein, ob man dabei auf Kohlenhydrate oder Fette oder auf beides verzichtet. mehr »

Weltärztebund und Papst im Dialog zur Palliativmedizin

Seltene Kooperation: Weltärztebund und Papst sprechen sich für ein Sterben in Würde aus, aber gegen Euthanasie und assistiertem Selbstmord. mehr »