Ärzte Zeitung online, 20.02.2017

Forum im Kanzleramt

Merkel rückt Gesundheit in den Fokus

Das Thema Gesundheit bestimmt die Tagesordnung eines Internationalen Deutschlandforums am 21. und 22. Februar im Kanzleramt.

BERLIN. Eine gute Gesundheitsversorgung für jedermann kann nach Einschätzung der Bundeskanzlerin zur Reduzierung von Fluchtbewegungen beitragen. "Wir Deutschen, das haben wir ja durch die Flüchtlinge gesehen, haben immer ein Interesse daran, dass Menschen anderswo vernünftig, gut leben können, um eben Fluchtursachen zu bekämpfen", sagte Angela Merkel (CDU) in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast. "Und da fällt für mich die Gesundheitsversorgung natürlich auch in dieses Gebiet."

Das Thema Gesundheit bestimmt die Tagesordnung eines Internationalen Deutschlandforums am 21. und 22. Februar im Kanzleramt. Merkel erinnerte daran, dass in den Entwicklungszielen der wichtigsten Industrienationen (G7) für 2030 das "sehr anspruchsvolle Ziel" festgehalten sei, "dass jeder Bürger der Welt, egal welchen Alters, ein Anrecht auf Gesundheitsversorgung hat". Deutschland werde im Rahmen seiner G20-Präsidentschaft in diesem Jahr weitere Mitstreiter suchen. Unter anderem geht es um die Entwicklung neuer Impfstoffe, das gemeinsame Vorgehen bei länderübergreifender Ausbreitung von Infektionskrankheiten und um eine Einschränkung des Antibiotika-Einsatzes in der Landwirtschaft.

Das Internationale Deutschlandforum im Kanzleramt ist eine Plattform für interdisziplinären und interkulturellen Dialog zu weltweit relevanten Zukunftsfragen. Die Idee stammt nach Angaben der Bundesregierung aus Diskussionen der Bundeskanzlerin mit Bürgern und Experten über die Frage "Wie wollen wir in Zukunft leben?". Das jüngste Forum hatte sich im Januar 2015 mit digitalen Innovationen befasst.(dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »