Ärzte Zeitung online, 14.06.2017

Atomtest-Opfer

Versorgung soll besser werden

SYDNEY. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach einer Serie von geheimen britischen Atombombentests in Australien sollen Ureinwohner, die damals den Strahlen ausgesetzt waren, bessere ärztliche Hilfe bekommen. Die australische Regierung kündigte an, dass Aborigines aus den verschiedenen Testregionen eine Gesundheitskarte erhalten, mit der praktisch alle Kosten abgedeckt werden.

Großbritannien hatte zwischen 1952 und 1963 in abgelegenen Regionen des Commonwealth-Partners Atombomben getestet. Die Versuche fanden in der Maralinga-Wüste im Süden des Kontinents sowie auf den Monte-Bello-Inseln im Nordwesten statt. Viele Ureinwohner wurden damals gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Wer blieb, wurde hoher radioaktiver Strahlung ausgesetzt. Viele trugen Gesundheitsschäden davon.

Nach einer Studie waren allein in der Maralinga-Wüste etwa 1200 Aborigines betroffen. Damals gab es auch Tote. Keine Angaben gab es zunächst dazu, wie viele Opfer heute unter Spätfolgen leiden.(dpa)

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