Ärzte Zeitung online, 10.07.2017

Bürgerkrieg in Syrien

BÄK kritisiert Attacken auf Kliniken

BERLIN. Nach Auffassung von Bundesärztekammerpräsident Frank Ulrich Montgomery ist es "absolut inakzeptabel", dass in Syrien und anderen Kriegsgebieten Gesundheitseinrichtungen als Teil der Infrastruktur angegriffen und bombardiert werden. "Wir müssen uns entschieden dagegen stemmen, dass Prinzipien des Völkerrechts in bewaffneten Konflikten mehr und mehr verloren gehen", sagte Montgomery anlässlich der Kampagne "Target of the world" der Hilfsorganisation "Ärzte der Welt".

In einer Online-Petition appellieren die Initiatoren an UN-Mitgliedsstaaten, die Resolution 2286 zum Schutz von Gesundheitspersonal und -einrichtungen durchzusetzen, auf die Kriegsparteien einzuwirken, den Schutz der Zivilbevölkerung zu respektieren. Als explizite Beispiele für solche Kriegsverbrechen nennen die "Ärzte der Welt" Syrien und Jemen. Allein in Syrien habe es im vergangenen Jahr 338 Angriffe auf medizinische Einrichtungen gegeben. (HL)

Ärzte der Welt – Petition an die Vereinten Nationen

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »

Lauterbach will Erstkontakte extra vergüten

"Erstkontakte sollen sich lohnen": Mit einem Sonderbudget für Erstkontakte bei Fachärzten will der SPD-Gesundheitspolitiker Professor Karl Lauterbach Ungerechtigkeiten bei der Terminvergabe beseitigen. mehr »