Ärzte Zeitung online, 01.12.2017

Übergabe der Präsidentschaft

Gröhe zieht positive G20-Bilanz

Antibiotikaresistenzen und Gesundheitskrisen: Während ihrer Präsidentschaft hat die Bundesregierung die Gesundheitspolitik zu einem Schwerpunktthema der G20-Staaten gemacht. Auch künftig will sie Treiber einer globalen Gesundheitsstrategie bleiben.

BERLIN. Staffelübergabe in der Vorweihnachtszeit: Am 1. Dezember hat Argentinien von Deutschland die G20-Präsidentschaft übernommen. Auch ein guter Zeitpunkt für eine Wunschliste: Für die Bundesregierung steht dabei ganz oben das Thema globale Gesundheitspolitik. Denn die Bundesregierung – oder vielmehr Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) – hat es während ihrer Präsidentschaft tatsächlich geschafft, die Gesundheitspolitik zu einem zentralen Thema der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer zu machen.

Gröhe zog daher eine positive Bilanz: "Gemeinsam mit unseren G20-Partnern haben wir in diesem Jahr viel erreicht, um den Kampf gegen Gesundheitskrisen und die globale Bedrohung durch Antibiotika-Resistenzen kraftvoll voranzutreiben."

Immerhin haben alle G20-Staaten zugesagt, bis Ende 2018 mit der Umsetzung nationaler Aktionspläne zur Bekämpfung von Antibiotika-Resistenzen zu beginnen, sich für eine Verschreibungspflicht stark zu machen und die Forschung vorantreiben zu wollen. Und erstmals fand in diesem Jahr ein eigenes G20-Treffen der Gesundheitsminister statt.

Gröhe versprach, dass Deutschland "weiter Treiber für eine starke globale Gesundheitspolitik" bleiben werde. "Es ist gut, dass Argentinien zugesagt hat, die Anstrengungen für die Weltgesundheit auch in seiner G20-Präsidentschaft beharrlich fortzuführen", so Gröhe. (reh)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wann das Smartphone für Kinderaugen gefährlich wird

Kleine Kinder sollten lieber mit Bauklötzen spielen als mit Smartphones, raten Augenärzte. Denn: Wenn die Kleinen häufig und lange auf Bildschirme starren, leiden nicht nur ihre Augen. mehr »

Quereinstieg zum Hausarzt – reicht ein Jahr Weiterbildung?

Der Deutsche Hausärzteverband warnt vor einer Verwässerung der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. Ein Jahr Weiterbildung reiche nicht für Umsteiger aus der Klinik. mehr »

Auf Zungenküsse besser verzichten?

Zungenküsse erhöhen offenbar das Risiko für HPV-Infekte und damit auch für Mund-Rachen-Tumoren. US-Experten haben sich das Krebsrisiko jetzt einmal genauer angesehen. mehr »