Ärzte Zeitung online, 04.04.2018

Österreich

Hunderttausende für Rauchverbot

WIEN. Fast 600.000 Österreicher machen gegen die rechtskonservative Regierung mobil, weil sie ein geplantes Rauchverbot in der Gastronomie gekippt hat.

Das sind weit mehr Stimmen, als zur Einleitung eines offiziellen Volksbegehrens zugunsten rauchfreier Lokale notwendig gewesen wären, wie die Initiatoren am Mittwoch mitteilten.

Für eine Debatte im Wiener Parlament hätten mehr als 100.000 Unterschriften gereicht.

Die Regierung aus ÖVP und FPÖ hatte das bereits lang geplante generelle Rauchverbot in der Gastronomie kürzlich wieder aufgehoben.

Eigentlich wäre das Rauchen in der Alpenrepublik ab Mai nicht mehr geduldet gewesen. Opposition und große Teile der Zivilgesellschaft protestieren seit Wochen gegen das Vorhaben der Regierung.

Die Kampagne von Ärztekammer und Krebshilfe wurde von über 591.000 Bürgern unterstützt. Die Unterschriften wurden nun offiziell dem Innenministerium übergeben. Das muss innerhalb von drei Wochen festlegen, wann das Volksbegehren beginnt. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Morphin bei Herzinfarkt – unverzichtbar aber umstritten

Morphin bei Herzinfarkt-Patienten: Die Sicherheit des Schmerzmittels hat sich in einer aktuellen Studie bewährt. Zweifel über ein mögliches Risiko bleiben aber vorerst. mehr »

Zu viele Hausbesuche = Regress!

Zwei hessische Landärzte wurden in Regress genommen, weil sie deutlich mehr Hausbesuche als ihre Kollegen absolviert haben. Über 50.000 Euro sollen sie zurückzahlen. Die Ärzte verstehen die Welt nicht mehr - und wehren sich. mehr »

Tot oder nicht tot – das ist hier die Frage

Särge mit Ausgängen und Glöckchen um die Arme: Schon seit Jahrhunderten ziehen Wissenschaftler die Eindeutigkeit des Todes in Zweifel. Eine neue Ausstellung in Berlin zeigt Exponate, die dem Scheintod ein Schnippchen schlagen sollten. mehr »