Ärzte Zeitung online, 31.07.2018

Großbritannien

Sterbehilfe: Richtervorbehalt ausgesetzt

LONDON. Das oberste Gericht in Großbritannien hält es nicht länger für erforderlich, dass in jedem Fall ein Gericht gehört wird, bevor man etwa Wachkoma-Patienten sterben lässt. Der Supreme Court fällte die Entscheidung, obwohl der 52-jährige Patient, der nach einem Herzstillstand im Koma lag, bereits gestorben war.

Bisher müssen Angehörige oft langwierige Prozesse führen, bevor lebenserhaltende Maßnahmen eingestellt werden dürfen. Ärzte und Angehörige waren sich im vorliegenden Fall einige, die medizinische Behandlung des "Mr. Y" genannten Patienten einzustellen. Gerichtspräsidentin Lady Black betonte indes, im Zweifelsfall sei es auch künftig "im besten Interesse des Patienten, die Entscheidung eines Gerichts zu suchen". (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Spermien auf Dope

Vielleicht sollten besser ältere als jüngere Männer kiffen: Cannabis scheint die Fruchtbarkeit zu mindern, aber vor Prostatakrebs zu schützen. mehr »

Mit Mikroben gegen Asthma

Künftige Asthma-Therapien könnten neben Antikörpern auch Mechanismen der körpereigenen Entzündungshemmung nutzen – oder Helicobacter pylori. mehr »

Ein Nigerianer und ein Serbe sichern die Versorgung im Norden

Lunden ist gelungen, woran andere Regionen scheitern: In einer kommunalen Eigeneinrichtung sichern zwei Ärzte ab Mai die Versorgung. mehr »