Ärzte Zeitung online, 08.10.2019

Brexit

Ärzte warnen vor steigender Mortalität

LONDON. Weniger als vier Wochen vor einem möglichen chaotischen Brexit werfen Ärzte in Großbritannien der Regierung vor, sie riskiere absichtlich Patientenleben, anstatt sich in Brüssel um einen Deal für den EU-Austritt zu bemühen.

„Wir fürchten Schlimmes im Fall eines No-Deal-Brexit, unter anderem steigende Mortalität“, so ein Sprecher des britischen Ärztebundes (British Medical Association, BMA) in London. Und: „Ja, ein ungeordneter Brexit wird Patientenleben kosten.“

Vor wenigen Wochen hatte bereits der bekannte britische Wissenschaftler und Planer für einen No-Deal-Brexit, Dr. David Nicholl, der Regierung unter Boris Johnson ins Gewissen geredet. Nicoll war unter anderem mit „Operation Yellowhammer“ Involviert.

Dabei handelt es sich um die Pläne, wie die Regierung im Falle von Schwierigkeiten bei einem chaotischen EU-Austritt zu handeln plant. Unter anderem wird nämlich Medikamente-Knappheit erwartet. (ast)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Grundlegend neue Pflegefinanzierung gefordert

Trotz Pflegeversicherung müssen immer mehr Senioren steigende Pflegekosten selbst zahlen. Damit der Eigenanteil nicht ausartet, fordert die DAK eine Mischfinanzierung. mehr »

Koalition will am Arztvorbehalt festhalten

Nach dem Bundesrat hat auch die Koalition einen Gesetzentwurf zur Änderung des Notfallsanitätergesetzes vorgelegt - und geht auf Gegenkurs zur Länderkammer. mehr »

Spahn will Jugendliche vor Werbung für Schönheits-Operationen schützen

Der Gesundheitsminister will sozialen Druck von Jüngeren nehmen, indem er an sie gerichtete Werbung für Schönheits-Eingriffe verbietet. Die gesellschaftliche Botschaft müsse sein: „Du bist ok, genauso wie Du bist“. mehr »