Ärzte Zeitung, 11.06.2013

Studie

Kleinbetrieben fällt die Personalsuche schwerer

NÜRNBERG. Kleine Betriebe haben die größten Schwierigkeiten, neue Mitarbeiter zu finden. Dies geht aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Demnach bleiben bei Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern 23 Prozent der ausgeschriebenen Stellen dauerhaft unbesetzt. In mittleren Betrieben werden hingegen nur elf Prozent der Ausschreibungsverfahren erfolglos abgebrochen.

In großen Betrieben mit mehr als 250 Mitarbeitern sind es sogar nur zwei Prozent. Einer der Gründe: Die kleinen Betriebe suchen auf weniger Wegen nach neuen Mitarbeitern als die großen.

So nutzen sie etwa Online-Stellenbörsen und Anzeigen in Zeitungen deutlich seltener und schalten auch die Arbeitsagenturen nicht so häufig ein. "Entsprechend ist die Zahl der Bewerbungen geringer, die ein kleiner Betrieb erhält, und das Risiko größer, dass sich darunter kein geeigneter Kandidat befindet", urteilen die IAB-Forscher.

Dabei stellen die kleinen Betrieben mehr als die Hälfte aller offenen Stellen in Deutschland. Knapp 30 Prozent entfallen auf mittelgroße Betriebe, weniger als 20 Prozent auf Großunternehmen. (dpa)

Topics
Schlagworte
Gesundheitswirtschaft (1735)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Alternativszenario voller Sprengkraft

Bei einem Modellprojekt in Baden-Württemberg ist die sektorenübergreifende Versorgung durchgespielt worden. Der Abschlussbericht enthält Empfehlungen, die es in sich haben - und das Konfliktpotenzial deutlich machen. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »