Ärzte Zeitung online, 26.06.2014

Statistik

Zahl der Freien Heilberufler legt erneut zu

Auf rund 1,27 Millionen ist die Zahl der Freiberufler angewachsen. Stärkste Fraktion sind die Heilberufler mit 389.000 Selbstständigen.

NEU-ISENBURG. Die Zahl der Freiberufler in Deutschland bleibt auf Wachstumskurs. Nach einem Rekordhoch in 2012 mit rund 1,19 Millionen Deutschen, die in einem Freien Beruf als Selbstständige unterwegs waren, ist die Zahl 2013 erneut um 2,9 Prozent auf rund 1,27 Millionen gestiegen. Das hat das Institut für Freie Berufe Nürnberg (IFB) für den Bundesverband der Freien Berufe (BfB) ermittelt.

Dabei erreichen die Freien Heilberufe beim Zuwachs mit einem Plus von 3,2 Prozent und nunmehr insgesamt 389.000 Personen im Vergleich der Selbstständigen unter den Freien Berufen Platz drei. In 2012 lagen die Heilberufler mit einem Plus von 5,8 Prozent noch auf Rang eins.

Spitzenreiter beim Zuwachs sind zwar die technisch-naturwissenschaftlichen Freien Berufe mit einem Plus von 4,5 Prozent auf 233.000 Personen, gefolgt von den rechts-, steuer- und wirtschaftsberatenden Freien Berufen, die um 3,3 Prozent auf 344.000 Personen zulegten.

Dennoch machen die Heilberufe weiterhin den höchsten Anteil an den Selbstständigen unter den Freien Berufen aus.

Zunehmende Spezialisierung

Der Anteil der Freiberufler an allen Selbstständigen kletterte laut BfB auf 28,6 Prozent. Damit sei heute mehr als jeder vierte Selbstständige Freiberufler, vor zehn Jahren sei nur jeder fünfte Selbstständige Freiberufler gewesen, so der Verband.

"Die Freien Berufe werden immer wichtiger für unsere Volkswirtschaft und für den europäischen Binnenmarkt", sagt BFB-Präsident Dr. Horst Vinken.

"Das kontinuierliche Wachstum in den Freien Berufen belegt den Strukturwandel hin zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft." Neben neuen Berufsbildern zeigt sich laut Vinken aber eben auch, dass die klassischen Freien Berufe sich zusehend spezialisieren und neue Aufgabenfelder für sich erschließen.

Beeindruckend sei die Rolle der Freien Berufe als Jobmaschine, so der BFB-Präsident: "Die Freien Berufe haben im vergangenen Jahr erneut Personal aufgestockt. Auch als Ausbilder sind sie unverzichtbar, tragen sie doch als drittgrößter Ausbildungsbereich maßgeblich zur geringen Jugendarbeitslosigkeit sowie dem hohen Bildungsniveau in Deutschland bei." (reh)

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