Ärzte Zeitung online, 09.04.2018

Gentherapie

Novartis will mit Avexis-Akquise Position stärken

BASEL. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis will mit einer milliardenschweren Übernahme in den USA seine Position in der Gentherapie ausbauen. Die Schweizer bieten dazu 8,7 Milliarden US-Dollar (7,1 Milliarden Euro) für das US-Unternehmen Avexis, wie sie am Montag in Basel mitteilten. Je Aktie offerieren sie 218 Dollar.

Der führende Produktkandidat der Gesellschaft habe das Potenzial, die erste Genersatztherapie gegen die spinale Muskelatrophie (SMA) zu werden. Beide Seiten sind sich bereits einig, der Deal soll Mitte 2018 abgeschlossen sein. Die Aktionäre von Avexis müssen der Übernahme aber noch zustimmen.

SMA führt zum frühen Tod der Betroffenen oder zu lebenslanger Behinderung. Das Mittel von Avexis dagegen werde für Patienten in den USA voraussichtlich von Jahr 2019 an verfügbar sein, wie es heißt.

Vor wenigen Tagen hatte Novartis angekündigt, aus seinem Gemeinschaftsunternehmen mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline für rezeptfreie Medikamente auszusteigen. Der Verkauf soll den Schweizern 13 Milliarden Dollar einbringen. (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

"Natürliche Cholesterinsenker" bei Statin-Intoleranz?

Nahrungsergänzungsmittel als "natürliche Cholesterinsenker" sind umstritten. Bei Patienten mit Statinunverträglichkeit können sie aber hilfreich sein. Was empfehlen Experten? mehr »

Bei der Digitalisierung viel Luft nach oben

Die KBV hat nachgefragt, was sich in Sachen Digitalisierung in den Arztpraxen schon getan hat. Fazit: Manches ist schon umgesetzt. Wo sind noch ungenutzte Chancen? mehr »

Forscher entdecken Mikroplastik in menschlichen Stuhlproben

12.43Eine Pilotstudie hat winzige Plastikpartikel in menschlichen Stuhlproben gefunden – weltweit. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat unterdessen eine erste Stellungnahme abgegeben. mehr »