Ärzte Zeitung online, 30.09.2015

Arbeiten in Deutschland

Grünes Licht für mehr als 5200 ausländische Ärzte

Besonders viele ausländische Fachkräfte, die in Deutschland in ihrem Beruf arbeiten wollen, sind im medizinischen Bereich tätig. Mehr als 5200 ausländischen Ärzte wurde die Approbation anerkannt.

WIESBADEN. Mehr als 13.200 im Ausland erworbene Berufsabschlüsse sind 2014 in Deutschland anerkannt worden. Ein Großteil der anerkannten Abschlüsse kommt aus dem medizinischen Bereich.

Mehr als 5200 Ärzte erhielten etwa die Anerkennung ihrer Approbation, berichtet ein Sprecher des Statistische Bundesamtes im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" am Mittwoch.

Insgesamt seien 2014 1380 Berufsabschlüsse mehr anerkannt worden als im Jahr zuvor. Die Gesamtanzahl der Verfahren nach dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz des Bundes sei binnen Jahresfrist von 16.695 auf 19.806 gestiegen.

Um medizinische Gesundheitsberufe ging es der Statistik aus Wiesbaden zufolge in 14.895 der insgesamt 19.806 Fälle. Darunter waren 6807 Ärzte, 5352 Krankenpfleger, 681 Physiotherapeuten 405 Zahnärzte und 351 Apotheker.

Die meisten Anträge kommen von Ärzten aus EU-Staaten

Die meisten Anträge auf Anerkennung der Approbation wurden von Ärzten aus EU-Staaten (2796) und Vorderasien (1254) gestellt.

Anträge aus der EU kamen dabei am häufigsten von Medizinern aus Rumänien (561) und Österreich (426). Aus Vorderasien entfielen die meisten Anträge auf syrische (489) und iranische (177) Ärzte.

Bei den Krankenpflegern kamen die meisten Antragssteller aus EU-Staaten wie Rumänien (735), Spanien (672) und Polen (432). Ein ähnliches Bild ergibt sich mit Blick auf die Gesamtheit aller eingereichten Anträge.

Mehr als die Hälfte der Verfahren bezog sich auf Abschlüsse, die in EU-Staaten abgelegt wurden. In jedem vierten Fall ging es um Qualifikationen aus dem übrigen europäischen Ausland.

 Außereuropäische Abschlüsse machten 23 Prozent der Anerkennungsverfahren aus, die meisten dieser Berufsqualifikationen waren in Asien erworben worden.

Am häufigsten wurden Anträge von Menschen bearbeitet, die ihre Ausbildung in Polen, Rumänien oder Bosnien-Herzegowina abgeschlossen hatten.

Insgesamt 1590 Anträge wurden negativ beschieden (2013 waren es 1476). In 4968 Verfahren war bis Jahresende noch keine Entscheidung gefallen (3348 in 2013).

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