Ärzte Zeitung, 27.10.2009

Klinikärztegewerkschaft will jetzt Taten sehen

Die Klinikärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) hat den von Schwarz-Gelb vorgelegten Koalitionsvertrag ausdrücklich begrüßt. "Union und FDP sehen im Gesundheitswesen den wichtigsten Wachstums- und Beschäftigungssektor in Deutschland.

Dieses eindeutige Bekenntnis ist eine Anerkennung der Leistungskraft unseres Gesundheitswesens und der dort arbeitenden Menschen", erklärte der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, in Berlin. Freilich: "Den guten Worten müssen nun auch gute Taten folgen." Eine Diskussion über neue Finanzierungsmodelle würde die Klinikärzte nicht erschrecken.

Der MB sei "offen für alle Lösungen, die den Grundsätzen der Gerechtigkeit und Solidarität genügen", so Henke. Wichtig sei, "dass der Anspruch aller Menschen auf eine hochwertige gesundheitliche Versorgung besser eingelöst wird als bisher". Das deutsche Gesundheitswesen brauche mehr Versorgungssicherheit und weniger Bürokratie. Die Ärztegewerkschaft werde die neue Regierung in diesem Punkt "beim Wort nehmen". (hom)

Lesen Sie dazu auch:
Schöne Postulate, noch garniert mit vielen Leerformeln
Vertragsärzte sehen Licht und Schatten
73b: Hausärzteverband fühlt sich bestätigt
116b: Kliniken verlangen Abbau von Hemmnissen
Pflegekräfte hoffen auf mehr "Netto vom Brutto"
Opposition zerpflückt schwarz-gelbe Pläne

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Vom Chefarzt zum Hausarzt-Assistenten

Selten dürfte es sein, wenn nicht einmalig: Dr. Roger Kuhn hat seinen Chefarztposten im Krankenhaus aufgegeben, um in einer Hausarztpraxis zu arbeiten – als Assistent. mehr »

Keine Notdienstpflicht für ermächtigte Krankenhausärzte

Muss ein ermächtigter Klinikarzt auch KV-Notdienst leisten? Nein, hat das Bundessozialgericht jetzt entschieden. mehr »

Wenn die Depressions-App zweimal klingelt

Smartphone-Apps könnten helfen, eine beginnende Depression oder ein hohes Suizidrisiko aufzuspüren. Lernfähige Algorithmen könnten ein verändertes Nutzerverhalten erkennen – und notfalls Alarm schlagen. mehr »