Ärzte Zeitung, 20.03.2013

Wahlprogramm

FDP will gegen Budgetmedizin kämpfen

BERLIN. Nur knapp drei Seiten widmet die FDP in ihrem 76 Seiten starken aktualisierten Wahlprogramm der Gesundheitspolitik.

Ganz oben stehen für die Liberalen die freie Arztwahl und die Therapiefreiheit der Ärzte. Die Freiberuflichkeit sei ein Garant für ein leistungsfähiges Gesundheitswesen, heißt es dort. Eine zentralistisch geführte Staatsmedizin führe zu Bevormundung, Mangelverwaltung und Wartelisten.

Was die Vergütung der Ärzte angeht, sprechen sich die Autoren des Programms für die Abschaffung der Budgetmedizin und das Kostenerstattungsprinzip aus.

"Eine Politik der Budgetierung wird im demografischen Wandel zu einem Mangel an Ärzten, Pflegekräften und anderen Leistungsangeboten führen," heißt es dazu im Programm.

Telemedizin soll gefördert werden

Die Abkopplung der Krankenversicherungsbeiträge von den Löhnen und Gehältern sei richtig gewesen, betonen die Liberalen im Wahlprogramm. Sie fordern mehr Beitragsautonomie der Krankenkassen und Zusatzbeiträge von den gesetzlich Versicherten.

Bei der Finanzierung der Pflege wird ein Schwerpunkt auf die Stärkung der Kapitaldeckung durch private Vorsorge wie den "Pflege-Bahr" gelegt.

Die FDP setzt sich für mehr Telemedizin ein. Notwendig sei der Aufbau von mehr geriatrischer Kompetenz in den Heilberufen.

Umfassende Prävention soll die Menschen darin unterstützen, gesund alt zu werden. Beschließen wollen die Liberalen ihr Programm Anfang Mai in Nürnberg. (af)

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