Ärzte Zeitung, 12.08.2013
 

Bundestagswahl

Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen

Endspurt im Wahlkampf: Während die SPD noch meilenweit von ihrem Ziel einer Kanzlerschaft entfernt ist, kommt es für Schwarz-Gelb auf jede Stimme an.

NEU-ISENBURG. Kann Daniel Bahr - vor vier Jahren Wunschkandidat der Ärzte für das Amt des Bundesgesundheitsministers - diese Aufgabe nach dem 22. September behalten?

Nach einem nie da gewesenen Absturz in der Wählergunst schwebt die FDP zwischen Bangen und Hoffen: Die meisten Meinungsforschungsinstitute sehen die Liberalen aktuell bei fünf Prozent.

Chance und Risiko liegen hauchnah beieinander - und das gilt auch die Möglichkeit, die schwarz-gelbe Koalition fortzusetzen.

Denn je nach Meinungsforschungsinstitut liegt die Union derzeit bei 40 bis 42 Prozent; zusammen käme die Koalition auf 45 bis 47 Prozent und liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Oppositionsparteien im Bundestag.

Nach Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik liegt die Gesundheitspolitik aus Sicht der Bürger an der dritten Stelle der Prioritätenskala - die anhaltende Debatte über Ärzte- und Pflegekräftemangel, die Wartezeiten auf einen Arzttermin, über Zwei-Klassenmedizin und Skandale in der Transplantationsmedizin haben die Bürger offenkundig sensibilisiert. (HL)

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Bundestagswahl 2013 (193)
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Daniel Bahr (1067)
[13.08.2013, 07:37:17]
Dr. Karlheinz Bayer 
Lauterbach oder Bahr?

Wenn es keine Bundestagswahl wäre, sondern eine Wahl des Gesundheitssministers, hieße die Alternative nicht Grün-Rot oder Schwarz-Gelb, sondern etwas dick aufgetragen Prof.Dr.med.Karl Lauterbach oder schlicht und titellos Daniel Bahr.

Verlassen wir einmal kurz die Prognose für den 22.9. und üben uns in der Anamnese bezogen auf die Pathogenität oder Heilkraft beider Personen für das Gesundheitswesen! Jetzt soll jeder selbst entscheiden, ob das Kreuz hinter FDP oder SPD medizinisch indiziert ist oder nicht - sieht jemand andere Kandidaten für den Ministerposten?

Jetzt wieder zurück zur Prognose. Interessiert die medizinische Versorgung / die Abwanderung junger Ärztinnen und Ärzte / die Integration zuwandernder Ärztinnen und Ärzte / die Zukunft der Krankenhausfinanzierung / die Zukunft der Ärzte auf dem Land irgendjemanden der jetzt um ein Wahlkreuz bittet wirklich?

Und für ganz Verzweifelte: in 5 Jahren wird es wieder Wahlen geben, dann vielleicht mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen der Partei von Martin Sonneborn und den Piraten - möglicherweise mit Lauterbach als Parteiwechsele und Gesundheitsexperten der Alternative für Deutschland.

Oh je!

Karlheinz Bayer


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