Ärzte Zeitung, 04.11.2013

Koalitionsverhandlung

Lauterbach fordert Klinik-Schließungen

BERLIN. Für eine Schließung von Krankenhäusern hat sich der SPD-Gesundheitspolitiker Politiker Karl Lauterbach ausgesprochen.

"Durch eine Reduzierung der Kliniken würden wir die Versorgung sicher nicht verschlechtern", sagte Lauterbach der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Er forderte Daten über die Qualität von Kliniken öffentlich zu machen. Viele Eingriffe würden "nur gemacht, weil sie Geld bringen".

Gegenwind kommt derweil vom Unions-Gesundheitsexperten Jens Spahn, der für die CDU die Koalitionsverhandlungen in der Arbeitsgruppe Gesundheit führt. Spahn forderte am Montagmorgen im "Deutschlandfunk" stattdessen die Kliniken in Ballungsräumen einem "größeren Wettbewerb" auszusetzen.

Vor allem ineffiziente Klinikabteilungen müssten dann geschlossen werden. Spahn forderte, dass die künftige Koalition dazu verbindliche Kriterien aufstellen müsse. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Herpesviren könnten mit einer Alzheimererkrankung zusammenhängen. Eine Reaktivierung der Viren könnte die Krankheit befeuern. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »