Ärzte Zeitung online, 16.01.2014

Behindertenbeauftragte

Regierung ernennt Ex-Sporterlin Bentele

Neue Behindertenbeauftragte der Bundesregierung wird die frühere Paralympics-Siegerin Verena Bentele. Das Kabinett bestätigte den Vorschlag des Arbeits- und Sozialministeriums.

BERLIN. Die Bundesregierung hat die blinde Biathletin Verena Bentele am Mittwoch zur neuen Behindertenbeauftragten ernannt. Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles hatte die fünffache Paralympics-Siegerin von 2010 in Vancouver für diese komplexe Aufgabe vorgeschlagen.

"Sie hat immer dann mitzureden, wenn die Belange von Menschen mit Behinderungen betroffen sind. Egal, ob es dabei um Barrierefreiheit, Bildung, Rehabilitation, Teilhabe, Gesundheit oder Pflege geht", heißt es in einer Mitteilung des Kabinetts.

Die 31-jährige Bentele ist von Geburt an blind. Sie war von 1995 bis 2011 Mitglied der Nationalmannschaft im Skilanglauf und Biathlon.

Die Personalie ist für Friedhelm Julius Beucher, den Präsidenten des Behindertensportverbandes (DBS), eine Idealbesetzung. Beucher bewertete den Kabinettsbeschluss als "erstklassig".

"Mit dieser Personalie hat sich die Bundesregierung eine Goldmedaille verdient", meinte Beucher und betonte: "Sie ist ein Signal, dass die Regierung von Angela Merkel der Behindertenpolitik einen hochrangigen Stellenwert einräumt und ihr zusätzlichen Schwung gibt."

Nach Meinung von Beucher ist die Wahl Benteles auch "ein gewichtiger Beitrag zur Verankerung des Gedankens der Inklusion - also der Gleichbehandlung und Gleichstellung behinderter und nichtbehinderter Menschen im Alltag".

Für den DBS ist die Weltbehindertensportlerin "nicht nur eine exzellente Repräsentantin des Behindertensports, sondern ein glaubwürdiges Vorbild für alle Menschen mit Behinderung." (dpa)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

"Telemedizin ist für uns Landärzte die Zukunft"

Geringes Honorar, hoher Aufwand und auf bestimmte Diagnosen begrenzt – trotzdem setzen einige Ärzte auf die Videosprechstunde. Und das aus vielerlei Gründen. mehr »

Kein Darmkrebs-Screening ab 45 Jahren

Der GBA lehnt die Senkung der Altersgrenzen beim Darmkrebs-Screening ab. Dagegen soll das organisierte Einladungsverfahren zur Früherkennung ab Juli 2019 starten. mehr »

Was 100-Jährige von anderen unterscheidet

100-Jährige sind oft weniger krank als die Jüngeren. Worauf es ankommt, haben Forscher anhand von Daten von AOK-Versicherten herausgefunden. mehr »