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Modul: Eine migrationsmedizinische Herausforderung? Die ambulante Versorgung Geflüchteter

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Ärzte Zeitung, 06.10.2015

Bevölkerung

Mehrheit will Gesundheitskarte für Flüchtlinge

Eine Umfrage zeigt ein deutliches Bekenntnis zur Gesundheitskarte für Asylbewerber. Das DRK mahnt klare Regeln für die Versorgung an.

NEU-ISENBURG. Die Gesundheitskarte für Flüchtlinge stößt in der Bevölkerung auf positive Reaktionen: In einer aktuellen YouGov-Umfrage hat sich gut die Hälfte der Befragten (54 Prozent) für die Einführung einer Chipkarte für Asylbewerber ausgesprochen; nur gut jeder Dritte (36 Prozent) lehnt sie ab. Für die repräsentative Umfrage wurden 1162 Personen befragt.

Während die Einführung der Gesundheitskarte innerhalb der Unionsfraktion auf Gegenwind stößt, befürworten die Wähler von CDU und CSU mehrheitlich die Chipkarte, wie die Ergebnisse zeigen: 54 Prozent sprechen sich für die Regelung aus, 41 Prozent dagegen.

Wähler von SPD (62 Prozent) und den Grünen (68 Prozent) sind noch häufiger für die Einführung.

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) plädiert dafür, die Versorgung der Flüchtlinge auf eine fundiertere Basis zu stellen. "Die Grenze der Belastbarkeit unserer Frauen und Männer ist erreicht", warnte der baden-württembergische DRK-Präsident, Lorenz Menz, vor einer Überstrapazierung der Ehrenamtlichen.

Noch mehr Helfer seien im Land nicht mehr zu aktivieren. "Ein Dauerbetrieb von Flüchtlingseinrichtungen geht nur mit hauptamtlichem Personal", sagte er an die Adresse der grün-roten Landesregierung.

Angesichts wachsender Spannungen in Flüchtlingsunterkünften forderte das DRK auch deutliche Verbesserungen bei der Unterbringung. "Wir brauchen mehr und größere Erstaufnahmeeinrichtungen, die auch Räume für Freizeitangebote bieten", sagte der schleswig-holsteinische DRK-Landesvorstand Torsten Geerdts.

Dies sei wegen des nahenden Winters besonders dringlich, weil die Flüchtlinge dann fast nur noch in ihren Wohncontainern säßen. "Da können Probleme wachsen", warnte er. (jk/dpa)

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