Reisemedizin

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Dengue-Fieber – Klinik, Epidemiologie, Entomologie, Erregerdiagnostik und Prävention

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung, 26.11.2015

Flüchtlinge

Berliner Zahnärzte für klare Regeln

Die Zahnärztekammer warnt, allein mit ehrenamtlichem Engagement gehe es nicht mehr weiter.

BERLIN. Die medizinische Versorgung von Flüchtlingen in Berlin wird immer mehr zum Problem für Sozial- und Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU).

Nun kritisiert die Zahnärztekammer, dass es immer noch keine professionelle Lösung für die Versorgung nichtregistrierter Flüchtlinge gibt.

"Die Grenzen unseres Engagements sind erreicht: Viele der ehrenamtlich Tätigen arbeiten mangels Versorgungsalternativen für die Flüchtlinge bis weit über ihre physische, psychische und zum Teil auch private finanzielle Belastbarkeit hinaus", sagt Dr. Wolfgang Schmiedel, Präsident der Zahnärztekammer Berlin.

Die ehrenamtlich engagierten Zahnärzte haben sich mit einem offenen Brief an den Senator gewandt. Sie verweisen darauf, dass sie sich gern bei der Hilfe für die Flüchtlinge einbringen, wehren sich aber dagegen, dass der Senat ihre Tätigkeit "als kostengünstige Dauereinrichtung" verstehen könnte.

"Es muss unverzüglich eine Vereinbarung folgen, um eine menschenwürdige Versorgung und eine angemessene Erstattung erbrachter Leistungen zu erreichen", so die Forderung der Zahnärzte.

Senat soll Vorleistung genehmigen

Der Zahnärztekammerpräsident unterstreicht diese Forderung. Die Kammer erwarte, dass geregelt wird, wie ab dem 1. Januar 2016 eine nachhaltige, menschenwürdige zahnärztliche Notfallbehandlung von noch nicht registrierten Flüchtlingen gewährleistet werden soll.

Sie fordert zudem eine Kostenerstattung für die Praxen, die in den vergangenen Monaten immer wieder um kostenlose Hilfe bei zahnärztlichen Notfällen gebeten werden mussten.

Der Senat solle eine Vorleistung durch die Kassenzahnärztliche Vereinigung Berlin genehmigen, weil die Kostenerstattung mit längeren Verhandlungen verbunden sein dürfte.

Die Senatssozialverwaltung teilte auf Anfrage mit, dass die Arbeitsgruppe Medizinische Versorgung sich um Kontakt zur Zahnärztekammer bemühe, um ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen. (ami)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Wenn Komplementärmedizin für Krebskranke tödlich wird

Krebspatienten, die zusätzlich unbewiesene Heilverfahren nutzen, verschlechtern wohl ihre Überlebenschance. Die Erklärung ist nicht in der Komplementärmedizin selbst zu suchen. mehr »

KBV kämpft um Autonomie der Ärzte

Die im TSVG enthaltenen verpflichtenden Mindestsprechzeiten sind der KBV nach wie vor ein Dorn im Auge. Der Vorstand fordert nun die Regierung auf, diesen Passus zu streichen. Und das ist nicht der einzige Änderungsvorschlag. mehr »

Kurskorrektur in der Alzheimerforschung?

Offenbar entzieht sich das Gehirn bei Morbus Alzheimer dem Immunsystem. Checkpoint-Hemmer aus der Krebstherapie könnten dies verhindern. Bei Mäusen klappt das schon. mehr »