Ärzte Zeitung, 04.04.2016
 

Griechenland

Organisationen zunehmend unter Beschuss

ATHEN. In Griechenland nimmt die Kritik an freiwilligen Helfern und Nichtregierungsorganisationen in der Flüchtlingskrise zu.

Der griechische Verband der Krankenhausmitarbeiter fordert in einer Mitteilung sogar deren vollständigen Rückzug aus den Flüchtlingslagern.

Er kritisiert, dass die Organisationen in den Lagern gewissermaßen per Gesichtskontrolle entschieden, wer Zugang habe und wer nicht. Umgekehrt gebe es keinerlei Kontrolle der Hilfsorganisationen, der Aktivisten und der unzähligen freiwilligen Helfer.

Unter anderem das DRK und Ärzte ohne Grenzen sind vor Ort, um die Versorgung zu stützen. Sie beklagen zunehmend die Bedingungen vor Ort, zum Teil seien Mitarbeiter angegriffen worden.

Ärzte der Welt zieht sich nach neuen Zusammenstößen aus dem Auffanglager auf Chios zurück.

Das kündigte die Organisation am Freitag an. Insassen zerstörten laut Berichten das Zelt für medizinische Versorgung samt Inventar im Wert von 30.000 Euro. (dpa)

Topics
Schlagworte
Flüchtlinge (484)
Organisationen
DRK (637)
Ärzte ohne Grenzen (440)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »

Mehr Transparenz soll die Wogen der SPRINT-Studie glätten

Der Streit um die SPRINT-Studie hält an. Im Fokus steht die genutzte Methode der Praxisblutdruckmessung, um die sich Gerüchte rankten. Jetzt hat die SPRINT-Gruppe für mehr Transparenz gesorgt. mehr »