Reisemedizin

Sammeln Sie CME-Punkte - 30 Tage kostenlos mit e.Med
Modul: Dengue-Fieber – Klinik, Epidemiologie, Entomologie, Erregerdiagnostik und Prävention

Weitere Module zu anderen Themen auf der Startseite unserer Sommerakademie
Ärzte Zeitung online, 21.04.2017

Geflüchtete Ärzte

Integrationshilfe klappt

In Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Arbeit eines Vereins bewährt, der Ärzten und Pflegekräften bei der Integration in den Arbeitsmarkt hilft.

GREIFSWALD. Das "Health and Care Office" (HCO) in Greifswald hat seit seinem Start rund 100 nach Mecklenburg-Vorpommern geflüchteten Ärzten bei der Integration in den Arbeitsmarkt geholfen. Das HCO unterstützt außer Ärzten auch Apotheker, Pflegekräfte und weitere Gesundheitsberufe dabei, die notwendigen Voraussetzungen zur beruflichen Anerkennung zu erfüllen.

Dazu werden Qualifizierungsbedarfe ermittelt, geeignete Bildungsmaßnahmen initiiert sowie individuelle Berufswege- und Perspektivplanungen mit den Teilnehmern erstellt. Mit Unterstützung der berufsständischen Kammern und der Krankenhausgesellschaft wird auch die Zusammenarbeit etwa mit Krankenhäusern oder Praxen gefördert.

Seit Dezember 2015 wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 201 Fachkräfte unterstützt, darunter rund 100 Ärzte, 26 Apotheker und 20 Personen mit einer pflegerischen Ausbildung. 21 dieser Fachkräfte sind inzwischen in Gesundheitseinrichtungen im Nordosten tätig. Weitere Kooperationsverträge werden derzeit geschlossen.

So wird die Greifswalder BDH-Klinik – ein Behandlungszentrum für Querschnittgelähmte und ein Schwerpunktzentrum zur Behandlung schwerer Schädel-Hirn-Schädigungen – ab Sommer zehn bis 15 Fachkräfte einstellen, die parallel dazu einen Integrationskurs und weitergehende Sprachkurse besuchen. Mecklenburg-Vorpommerns Arbeits- und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) begrüßt die Arbeit des HCO. "Der Bedarf an Ärzten und Pflegepersonal ist im Land vorhanden", sagte Glawe bei einem Besuch in Greifswald. Unter den geflüchteten Menschen seien viele, die in ihrem Heimatland Medizin studiert haben, in Kliniken gearbeitet oder eine pflegerische Ausbildung absolviert haben, betonte Glawe.

Das Land unterstützt den Trägerverein des HCO finanziell. In diesem Jahr sind es 288.000 Euro. (di)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Bekommen Kinder O-Beine durch Sport?

Zu O-Beinen neigen offenbar viele Kinder, die bestimmte Sportarten betreiben. Dabei wirkt die einseitige Druckbelastung im Knie als Wachstumsbremse, vermuten Forscher. mehr »

Neue Leitlinie zum Kopfschmerz durch Schmerzmittel-Übergebrauch

Schmerzmittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und chronifizieren - wenn man sie zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert einnimmt. Eine neue Leitlinie zeigt auf, wie Ärzte solchen Patienten helfen können. mehr »

Nicht nur zu viel LDL-C ist schädlich

Atherosklerose entsteht offenbar nicht nur, wenn zu viel LDL-Cholesterin im Blut zirkuliert. Der Aufbau der Partikel scheint ebenfalls eine wichtige Rolle zu spielen – und hier lässt sich therapeutisch eingreifen, wie Wissenschaftler zeigen. mehr »