Ärzte Zeitung online, 07.07.2010

Bundesärztekammer: Kein Freibrief für Designer-Babys

BERLIN (dpa). Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit seinem Urteil zur Präimplantationsdiagnostik (PID) nach Auffassung der Bundesärztekammer Rechtssicherheit geschaffen.

Gleichzeitig habe der BGH hervorgehoben, dass die PID nur bei entsprechend schwerwiegender Indikation zur Anwendung kommen dürfe. Der Gesetzgeber sei nun aufgefordert, das Embryonenschutzgesetz entsprechend nachzubessern.

"Der BGH hat eine geschlechtsspezifische Auswahl wie auch eine unbegrenzte Selektion von Embryonen strikt untersagt. Damit hat der BGH eindeutig klargestellt, dass die PID keinesfalls als Methode zur Erzeugung von sogenannten Designer-Babys erlaubt ist", sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, am Dienstag laut einer Mitteilung.

Lesen Sie dazu auch:
BGH: Gentests an Embryonen nicht strafbar

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