Ärzte Zeitung online, 11.10.2010
 

CDU will doch an geplantem Gentest-Verbot festhalten

BERLIN (dpa). Die CDU bleibt grundsätzlich bei ihren Plänen für ein Verbot umstrittener Gentests an Embryonen. "Die Leitlinie der CDU gibt unser Grundsatzprogramm vor ­ hier haben wir uns klar für ein Verbot der PID ausgesprochen", sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

"Für uns Christdemokraten steht der bestmögliche Schutz des ungeborenen Lebens im Vordergrund." Zugleich sagte er, dass eine verfassungsfeste Lösung notwendig sei, die auch im Bundestag eine Mehrheit finde.

Die Zeitung "Die Welt" hatte berichtet, die CDU-Führung wolle von ihrer Ablehnung bei der Präimplantationsdiagnostik (PID) abweichen, um mit der FDP einen Kompromiss zu finden.

Der Bundesgerichtshof hatte die genetischen Untersuchungen von Embryonen für zulässig erklärt, wenn damit die Weitergabe genetischer Erbkrankheiten verhindert werden soll.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

So schützen sich Krebskranke vor Stigmatisierung

Wer an Krebs erkrankt, muss sich auch mit der damit verbundenen Stigmatisierung auseinandersetzen. Forscher raten zu gezielten Gegenstrategien. mehr »

Kassen rücken beim Arztinfo-System von der Steuerung via Ampel ab

Nutzenbewertungen neuer Arzneimittel durch den GBA finden bei Ärzten bisher oft nur wenig Beachtung. Ein Arztinfo-System soll das ändern. Der GKV-Spitzenverband hat dafür jetzt einen Prototypen präsentiert. mehr »

Sport tut den Gelenken gut - auch bei Multimorbidität

Selbst Arthrosepatienten mit schweren Begleiterkrankungen profitieren von regelmäßigem körperlichem Training. Es gibt allerdings eine Voraussetzung. mehr »