Ärzte Zeitung, 18.11.2010

Befürworter und Gegner der PID glauben an Mehrheit

BERLIN (hom). Befürworter wie Gegner der Präimplantationsdiagnostik (PID) haben sich überzeugt gezeigt, bei einer Abstimmung im Bundestag eine Mehrheit für ihre Position zu bekommen.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU), die für ein PID-Verbot ist, sagte der "Rheinischen Post", nun komme es darauf an, "Verbündete für unsere Position auch über die eigene Fraktion hinaus im Bundestag zu finden".

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium und PID-Befürworter Peter Hinze (CDU) sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass er trotz des Votums seiner Partei nicht mit einem Verbot der PID rechne.

Auf dem CDU-Parteitag in Karlsruhe hatte es ein knappes Votum für ein Verbot der PID gegeben (wir berichteten). Die CDU-Abgeordneten sind an den Beschluss aber nicht gebunden. Es wird damit gerechnet, dass für die geplante Abstimmung über die PID im Bundestag mehrere interfraktionelle Anträge eingebracht werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Mütter stellen früh die Weichen für Babys Gesundheit

Dicke Mutter = dickes Baby: Diese Gleichung geht oft auf - leider. Ernährungs-Experten tauschen sich daher auf einem Kongress über den frühen Einfluss der mütterlichen Ernährung u.a. auf das Diabetesrisiko des Kindes aus und geben Tipps. mehr »

Würden Ärzte Gröhe wählen?

In einer großen Umfrage fragten wir Ärzte: "Wenn der Bundesgesundheitsminister direkt vom Volk gewählt werden könnte, wen würden Sie wählen?" Lesen Sie hier die Antwort. mehr »

Bei Dauerschmerz leidet auch das Gedächtnis

Wird der Geist träger, geht das zulasten von Lebensqualität und Unabhängigkeit. Eine US-Studie hat den Einfluss anhaltender Schmerzen auf Kognition und Demenzrisiko untersucht. mehr »