Ärzte Zeitung online, 06.07.2011

PID: Von der Leyen für begrenzte Zulassung

HAMBURG (dpa). Bundessozialministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat für eine begrenzte Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID) geworben.

Vor der Bundestagsentscheidung am Donnerstag schrieb von der Leyen in einem Gastbeitrag für die Mittwochsausgabe des "Hamburger Abendblatts": "Meine Erfahrungen als Ärztin haben mich am strengen Verbot zweifeln lassen." Sie sei nach reiflicher Abwägung dafür, die PID in klaren, engen Grenzen zu erlauben.

Die PID sei eine medizinische Hilfe für erblich schwer vorbelastete Paare, die Angst vor einer weiteren natürlichen Schwangerschaft haben. "Ihnen wollen wir Mut machen", so die Ministerin.

Die Sozialministerin erklärte: "Ein Verbot der PID hieße, die Augen vor den neuen Möglichkeiten der Medizin zu verschließen, schwierige moralische Konflikte aber an die Eltern weiterzudelegieren."

Wer in den Fällen, um die es bei der PID geht, keinerlei Abwägung im Einzelfall zulasse, der lasse die Betroffenen in der Konsequenz alleine, warnte sie.

"Ein rigides Verbot lädt die gesamte Verantwortung bis hin zur möglichen Entscheidung über eine - in solchen Fällen legale - Spätabtreibung auf die schmalen Schultern der Eltern."

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Darum will Maria Rehborn unbedingt Landärztin werden

Studentin Maria Rehborn möchte Landärztin werden in den Bergen werden – ein Portrait. mehr »

Welches Wasser in die Nasendusche?

In unserem Trinkwasser tummeln sich viele Erreger. Forscher haben nun getestet, mit welcher Methode Nasenduschen-Wasser behandelt werden sollte, um diese abzutöten. mehr »

Die Rückkehr des Badearztes

Eine Medizinerin bringt die Region Wiesbaden ins Schwitzen: als einzige Badeärztin der Gegend. Der "Ärzte Zeitung" erklärt sie, warum sie Treppen steigen lässt statt eines EKGs – und wie sie 75 Patienten an ihrer Zunge erkannte. mehr »