Ärzte Zeitung, 27.02.2013

PID

Gentest ist erst ab Februar 2014 erlaubt

BERLIN. Die Verordnung zur Präimplantationsdiagnostik (PID) wird am 1. Februar 2014 in Kraft treten. Das geht aus dem am Montag im Bundesgesetzblatt veröffentlichten Verordnungstext hervor.

Da eine PID nur erlaubt ist, wenn der Antrag einer Frau zuvor von einer Ethikkommission bewilligt wurde, sind Gentests an Embryonen bis dahin verboten.

Aufgabe der Länder ist es in den folgenden Monaten, die Mitglieder der Ethikkommissionen zu benennen sowie Verfahrensregeln und Gebühren für Antragsteller festzulegen. Das Gremium soll sich aus vier Medizinern, jeweils einem Sachverständigen der Fachrichtungen Ethik und Recht sowie einem Patientenvertreter und einem Repräsentanten der Selbsthilfe zusammensetzen.

Ebenso müssen die Länder über die zugelassenen PID-Zentren bestimmen. Anspruch auf Zulassung haben die Zentren jedoch nicht. Dieser Punkt ist lange zwischen Bundesrat und Bundesgesundheitsministerium strittig gewesen.

Die Länder haben sich - am Ende erfolgreich - gegen den ursprünglich vorgesehenen Anspruch eines PID-Zentrums auf Zulassung gewandt. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Zufallsbefunde – Wer sucht, der findet

Bei der bildgebenden Diagnostik kann es vorkommen, dass unerwartet ein Befund jenseits des eigentlichen Anlasses auftaucht. Das sollte man den Patienten klarmachen – vorher. mehr »

Streit um "Strafgebühr" im Krankenhaus

KBV-Chef Gassen fordert für Patienten, die mit Bagatellerkrankungen in die Notfallambulanz der Kliniken kommen, eine Gebühr. Das hält die DKG für "schlicht falsch". Die Linke mutmaßt: "Notaufnahmen nur für Reiche"? mehr »

Das hilft bei "Fettleber"

Patienten mit nichtalkoholischer Fettleber können sich selbst helfen - indem sie gesünder leben. Forscher haben Biomarker ausfindig gemacht, die offenbar die Veränderung der Leberfibrose vorhersagen können. mehr »