Ärzte Zeitung, 15.12.2016
 

AOK

Rettungskette besser organisieren

Aus Sicht der AOK sind die Ergebnisse des Qualitätsmonitors 2017 Beleg dafür, dass in der Krankenhausplanung der Länder eine stärkere Konzentration auf Kliniken mit guter Behandlungsqualität und guter Ausstattung notwendig ist.

"Außerdem brauchen wir eine besser gesteuerte Einweisung der Patienten in die richtigen Kliniken", betont Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes.

Eine solche Steuerung setze eine "vernünftig organisierte Rettungskette" voraus. Litsch: "Was wir brauchen, ist ein übergreifendes Konzept zur Notfallversorgung, das die Notaufnahmen der Kliniken, den ärztlichen Bereitschaftsdienst und den Rettungsdienst einbezieht."

Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG), das 2017 in Kraft tritt, habe der Gesetzgeber die Frist zur Umsetzung des gestuften Notfallsystems durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) gerade um ein Jahr verlängert – bis Ende 2017. "Darin liegt die Chance, die Krankenhausreform nachzubessern."

Die "Folgenabschätzung", mit der der Gemeinsamen Bundesausschuss beauftragt sei, biete die Möglichkeit, doch noch eine sektorenübergreifende Reform der Notfallversorgung hinzubekommen, ist Litsch überzeugt.

Gelingen könne das allerdings nur, wenn die Länder zur verbindlichen Durchsetzung einer solchen Reform verpflichtet würden. "Nur dann lässt sich die Notfallversorgung für die Patienten tatsächlich verbessern. Und der Qualitätsmonitor zeigt, dass hier viel zu tun ist." (hom)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »

Mehr Transparenz soll die Wogen der SPRINT-Studie glätten

Der Streit um die SPRINT-Studie hält an. Im Fokus steht die genutzte Methode der Praxisblutdruckmessung, um die sich Gerüchte rankten. Jetzt hat die SPRINT-Gruppe für mehr Transparenz gesorgt. mehr »