Ärzte Zeitung, 05.06.2014

KV-Vergleich

Rabattarzneien in Bremen selten auf Rezept

Der Einsatz rabattierter Generika fällt je nach KV stark unterschiedlich aus, zeigt eine neue Analyse. Schlusslicht ist Bremen.

FRANKFURT/MAIN. Um bis zu zehn Prozentpunkte schwankt je nach KV-Region der Anteil rabattierter Generika-Medikamente. Das geht aus Analysen des Beratungsunternehmens IMS Health für das erste Quartal 2014 hervor.

Bundesweit sind 69 Prozent der Generika, die von Vertragsärzten ihren GKV-Patienten verschrieben werden, vom Hersteller rabattierte Produkte.

Am niedrigsten sind die Rabattquoten in Bremen (63 Prozent) und Sachsen (64 Prozent). Anteilig am häufigsten werden Generika in Mecklenburg-Vorpommern (73 Prozent) und im Saarland (72 Prozent) verschrieben.

In letzterem wurde im Vorjahr sogar noch eine Quote von 76 Prozent verzeichnet. Die übrigen KV-Regionen rangieren zwischen 66 (Schleswig-Holstein) und 70 Prozent (Westfalen-Lippe, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen).

Veränderungen in der Rangfolge könnten sich durch das ARMIN-Projekt (Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen) ergeben, das zum 1. Juli startet. ARMIN geht zurück auf dasvor drei Jahren aufgelegte KBV/ABDA-Modell.

Es besteht aus den drei Modulen Wirkstoffverordnung, Medikationskatalog und -management. Dabei sollen die teilnehmenden Ärzte auf einen Katalog von 188 Wirkstoffen zurückgreifen, aus denen sie verordnen können. Die konkreten Medikamente sucht dann der teilnehmende Apotheker aus. (fst)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Ärzte gehen auf Gegenkurs zu Schokoriegel und Cola

Pädiater sind alarmiert: Adipositas bei Kindern wird zunehmend zu einem sozialen Problem. Jetzt setzen sie ihre eigene Agenda und gehen auf Distanz zur Ernährungsindustrie. mehr »

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt ältere Menschen nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Dieses überraschende Ergebnis offenbart die ASPREE-Studie. mehr »

Doktor THC und Mister Cannabidiol

Cannabis steht im Verdacht, Psychosen durch den Wirkstoff THC auszulösen. Die Pflanze enthält aber auch antipsychotische Substanzen, die die Hirnfunktion in kritischen Bereichen normalisiert. mehr »