Ärzte Zeitung online, 26.01.2018

IKK Südwest

Kasse schafft "Digitalkonto" mit 250 Euro

SAARBRÜCKEN. Mehrere digitale Medizinprodukte, darunter auch ein Angebot für Patienten mit Depressionen, werden bei der IKK Südwest zur Satzungsleistung. Die in Saarbrücken beheimatete Kasse räumt ihren rund 650.000 Versicherten sofort ein jährliches "Digitalkonto" von 250 Euro ein.

Bis zu diesem Betrag übernimmt die IKK Südwest die Kosten für die Inanspruchnahme von zunächst drei Angeboten. Dabei handelt es sich um die Gesundheits-Apps "Caterna" für Kinder mit funktionaler Sehschwäche, "Deprexis24" für leichte bis mittelschwere Depressionen und "Tinnitracks" für Tinnitus-Geschädigte.

Voraussetzung ist jeweils eine ärztliche Empfehlung. Dafür werden die ausgewählten Digitalangebote bei der Kasse zu einer Satzungsleistung, auf die die Versicherten einen Rechtsanspruch haben.

Die IKK erklärte, sie wolle damit "besonders qualitätsgesicherte Gesundheits-Apps aus der Grauzone" holen und den Versicherten einen einfachen Zugang verschaffen. (kud)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Herpesviren könnten mit einer Alzheimererkrankung zusammenhängen. Eine Reaktivierung der Viren könnte die Krankheit befeuern. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »