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Ärzte Zeitung, 25.08.2008

Deutsche BKK und Auto BKK nach Trennung auf Crashkurs

Deutsche BKK sieht wettbewerbswidriges Verhalten / IG-Metall auf Versichertenfang?

WOLFSBURG (cben). Die Deutsche BKK hat beim Landgericht Braunschweig eine einstweilige Verfügung gegen die im Juni aus der Deutschen BKK ausgeschiedenen BKK FTE beantragt, eine Kasse, die inzwischen unter dem Namen Auto BKK firmiert.

"Die Auto BKK betreibt mit rigorosen Headhunting-Methoden wettbewerbswidriges Abwerben unseres Personals", begründete Lydia Krüger, die Sprecherin der Deutschen BKK der "Ärzte Zeitung" den Schritt. Tatsächlich haben sieben Filialleiter bei der Deutschen BKK gekündigt, um bei der Auto BKK anzuheuern. "Außerdem firmiert die Kasse bereits unter ihrem neuen Namen, obwohl er noch nicht vom Bundesversicherungsamt genehmigt ist", erklärte die Sprecherin. Bis zum 30. September soll die Entflechtung der beiden Krankenkassen vollzogen sein, hieß es.

Sieben Filialleiter sind bereits zur neuen Auto BKK gewechselt.

"Uns ist bis jetzt an einer friedlichen Entflechtung von der BKK FTE gelegen", sagt Achim Kolanowski, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen BKK, "die Gegenseite hat jedoch alles getan, um die Verhandlungen hinauszuzögern." Dem raschen Aufbau eines Wettbewerbers auf Kosten der Deutschen BKK "werden wir nicht tatenlos zusehen".

Die Deutsche BKK kritisiert darüber hinaus die aggressive Mitgliederwerbung bei VW. "Da ziehen für die neue Kasse sogar die IG-Metall-Funktionäre mit Beitrittsformularen durch die Werkshallen", sagt Krüger. Die Auto BKK hat zur einstweiligen Verfügung bisher keine Stellungnahmen abgegeben. Im Juli ist Volkswagen aus der Deutschen BKK ausgestiegen. Damit ist die fünf Jahre währende Elefantenhochzeit der BKKen von Post, Telecom und VW gescheitert. Als Trägergesellschaft für den Ausstieg dient die BKK FTE, ein enger Kooperationspartner der Deutschen BKK. "Wir möchten unsere Nähe zur Belegschaft ausbauen.

Dabei wird eine enge Verzahnung mit einer maßgeschneiderten Krankenkasse helfen", hatte VW-Personalvorstand Horst Neumann den Ausstieg begründet.

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