Ärzte Zeitung online, 02.04.2009

Sollen Kassenpatienten künftig mehr selbst zahlen?

BERLIN (dpa). Kassenpatienten in Deutschland sollen nach einem Expertenvorschlag künftig mehr Leistungen aus eigener Tasche bezahlen.

Alles was über eine "Grundversorgung" hinaus gehe, solle privat finanziert werden, forderte das Kieler Fritz Beske Institut am Donnerstag in Berlin. Bereits die Bundesärztekammer hatte gefordert, dass der Gesetzgeber medizinische Prioritäten festlegen solle, wenn das Geld künftig nicht für alles reiche. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) reagierte mit Ironie: "Es gibt immer gute Vorschläge, man muss sie nicht alle umsetzen."

[03.04.2009, 10:37:16]
Matthias Winker 
Grundversorgung
Auch wenn der Vorschlag von Herrn Beske nicht neu ist, werden wir uns als Gesellschaft bald darauf einigen müssen, welche Leistungen zur "Grundversogung" gehören und welche Leistungen privat finanziert werden müssen, um die finanzielle Stabilität und Nachhaltigkeit im GKV-System aufrecht erhalten zu können.
Ich denke, in diesem Bereich wird es noch zu langen, intensiven Diskussionen in Öffentlichkeit und Politik kommen. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »