Ärzte Zeitung, 04.06.2009

Bayerns BKKen zahlen Hautcheck ohne Altersgrenze

Konsequenz aus Modellprojekt des Landesverbands

MÜNCHEN(sto). Viele Betriebskrankenkassen in Bayern übernehmen ab sofort die Hautkrebsvorsorge auch für Versicherte, die jünger als 35 Jahre sind, also unterhalb der gesetzlichen Altersgrenze.

Hintergrund dafür ist ein Modellvorhaben des BKK Landesverbandes Bayern, das ergeben hatte, dass auch jüngere Altersgruppen von Melanomen betroffen sein können. Gestützt auf diese Ergebnisse hatte der Landesverband der Betriebskrankenkassen seinerzeit beim Gemeinsamen Bundesausschuss angeregt, die Altersgrenze aufzuheben.

Entgegen der gesetzlichen Regelung, die für alle Krankenkassen gilt, kenne die Vereinbarung zur Hautkrebsvorsorge der bayerischen Betriebskrankenkassen keine Altersgrenze, teilte Werner Rychel, geschäftsführender Vorstand des BKK Landesverbandes mit. Versicherte von Betriebskrankenkassen können jährlich bei einem Dermatologen ihre Haut auf Veränderungen untersuchen lassen. Gegebenenfalls werden auffällige Hautpartien mit einem Auflichtmikroskop genauer untersucht. Die Untersuchung schließt eine ausführliche Anamnese, die Bestimmung des Hauttyps und ein Aufklärungsgespräch des Versicherten ein.

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