Ärzte Zeitung online, 12.06.2009

Union gegen Bürgerversicherung

LEIPZIG(dpa). Das Karlsruher Urteil zur Gesundheitsreform gibt der SPD nach Ansicht von Gesundheitspolitikern der Union keinen Freibrief für die Einführung einer Bürgerversicherung.

"Aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Gesundheitsreform lässt sich keine Legitimation für den Ladenhüter der Linken ableiten", sagte die Gesundheitsexpertin der Unionsfraktion im Bundestag, Annette Widmann-Mauz, der "Leipziger Volkszeitung" (Freitag). Die Karlsruher Richter hätten vielmehr die Rolle der privaten Krankenversicherung als eine Säule im dualen Versicherungssystem deutlich bekräftigt. Die SPD macht sich seit Langem für eine Bürgerversicherung als Krankenkasse stark, in die alle einzahlen müssten.

Das Bundesverfassungsgericht hatte am Mittwoch Klagen mehrerer Privatversicherungen abgewiesen, die durch die Gesundheitsreform ihr Geschäftsmodell gefährdet sahen. Die Privatversicherungen müssen ihren Kunden einen Basistarif anbieten, der nicht teurer als die gesetzlichen Krankenkassen sein darf.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Hüpfen und Einbeinstand halten fit

Hüpfen, Treppensteigen oder auf einem Bein Zähneputzen: Mit bewussten, einfachen Übungen können alte Menschen ihre Beweglichkeit erhöhen und die Sturzgefahr senken. mehr »

Das sind die Gewinner des Galenus-von-Pergamon-Preises 2017

Mit dem Galenus-von-Pergamon-Preis, der auch international große Anerkennung findet, wurden erneut Exzellenz in der pharmakologischen Grundlagenforschung und die Entwicklung innovativer Arzneimittel gekürt. mehr »

Demenz oder Depressionen?

Benennen ältere Patienten von sich aus kognitive Defizite, sollten Ärzte hellhörig werden: Häufig liegt dann keine Demenz, sondern eine Depression vor. mehr »