Ärzte Zeitung online, 12.06.2009

AOK will Arzt-Bewertungsportal noch in diesem Jahr online stellen

BERLIN(dpa). Die AOK will ihre 25 Millionen Versicherten zur öffentlichen Bewertung ihrer Ärzte im Internet aufrufen. Er erwarte einen "Aufschrei" der Mediziner, sagte der Vize-Vorsitzende des AOK-Bundesverbands, Jürgen Graalmann. Das Arzt-Bewertungsportal "AOK-Arzt-Navigator" solle im Lauf des Jahres starten und ziele auf Verbesserungen der Behandlungsqualität ab.

Kriterien für die Ärzte-Bewertung durch Patienten würden mit Medizinern entwickelt. Erst wenn mehrere Bewertungen zusammengekommen und somit aussagekräftig seien, sei die Freischaltung geplant. Ausdrücklich ziele das Angebot nicht nur auf Service ab, sagte Graalmann am Donnerstag bei einer Veranstaltung in Bad Saarow bei Berlin. Bereits für alle freigeschaltet wurde eine Seite zur Suche unter anderem nach Krankenhäusern bei bestimmten Behandlungen.

Die AOK habe seit dem Start des Gesundheitsfonds zum Jahresbeginn bis zum 1. Mai 70 383 Versicherte netto hinzugewonnen, sagte Graalmann. Die Zahl von derzeit noch 15 selbstständigen AOK werde durch Zusammenschlüsse binnen fünf Jahren auf 7 oder 8 sinken. Die Fusion der AOK Berlin und Brandenburg sei kurz vor dem Abschluss, sagte Aufsichtsratschef Volker Hansen. "Dort ist alles in trockenen Tüchern." Mitarbeiter hätten rund 1000 Vorschläge für einen Namen gemacht. Insgesamt werde es in fünf Jahren wegen des Gesundheitsfonds nur noch 50 statt derzeit 187 Krankenkassen geben.

Zum AOK-Standard solle bundesweit ein telefonisches Angebot der AOK Rheinland/Hamburg werden, mit dem die Versicherten innerhalb von drei Tagen einen Arzttermin bekommen sollten.

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