Ärzte Zeitung, 25.06.2009

DAK will Regresse gegen Ärzte forcieren

BERLIN(ami). Die DAK will bei Unfällen und Behandlungsfehlern künftig effektiver Regresse gegen Ärzte und Krankenhäuser geltend machen. Dazu stellt die Krankenkasse ihre Regressabteilung neu auf.

Das erste von bundesweit vier Fachzentren für Schadenersatzansprüche hat sie jetzt in Berlin eröffnet. 50 Mitarbeiter sind dort tätig. Im vergangenen Jahr haben die Berliner Regress-Fahnder der DAK 21,5 Millionen Euro für die Krankenkasse aus Arbeitsunfällen und Haftpflichtfällen zurückgeholt.

Zu den Haftpflichtfällen zählen auch Behandlungsfehler, bei denen die Versicherungen von Ärzten und Krankenhäusern den Kassen entstandene Behandlungskosten erstatten. Die übrigen drei DAK-Regresszentren entstehen derzeit in Bremen, Nürnberg und Mainz. Jedes Zentrum ist spezialisiert. Während die Berliner sich Arbeitsunfällen und Haftpflichtfällen widmen, sollen in Bremen künftig hauptsächlich Großschäden bearbeitet werden.

 

Topics
Schlagworte
Krankenkassen (16817)
Organisationen
DAK (1522)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Wenn Einsamkeit krank macht

Ein Alterspsychotherapeut warnt: Ältere Männer sind besonders häufig suizidgefährdet. Einsamkeit ist ein Grund dafür. mehr »

Diabetes-Experten sind besorgt

Schon bald könnten mehr Lebensmittel "schlechten Zucker" enthalten. Für die Industrie wird der Einsatz von Isoglukose profitabler. mehr »

PKV bekennt sich zur Innovationsoffenheit

Wird es mit der neuen GOÄ erschwert, Privatpatienten neue Leistungen anzubieten? Vom PKV-Verband kommt dazu ein klares Dementi. mehr »