Apotheker plus, 10.07.2009

Vorwürfe gegen Apotheker wegen Stückelungspraxis

NEU-ISENBURG (run). Ein Beitrag in "report München" diese Woche sorgt für neues Ungemach: durch die dubiose Praxis der Stückelung bei rezeptierten Arzneien würden in deutschen Apotheken satte Gewinne generiert, so die Kernaussage.

Patienten erhielten oft statt der verordneten Großpackung mehrere Kleinpackungen des Medikaments, während mit den Kassen die Großpackung abgerechnet würde. Der finanzielle Vorteil - bis zu 350 Prozent - durch die im Einkauf günstigere Kleinpackung wandere in die Taschen der Apotheker. Die Berechnung eines Brancheninsiders ergab, dass in einem Jahr zwei Millionen mehr Großpackungen mit Omeprazol abgerechnet, als tatsächlich von Apotheken eingekauft wurden. Umgekehrt wurden fünf Millionen mehr Kleinpackungen (á 15 Kapseln) eingekauft als verordnet.

Der DAV stellte klar: Wenn es bei der Stückelung nicht um Lieferfähigkeit gehe, sondern um Gewinnvorteile, sei sie falsch und müsse gegebenenfalls geahndet werden.

Lesen Sie dazu auch:
Der neue Trick der Apotheker: Rabatte durch die Hintertür

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchester bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »