Ärzte Zeitung online, 18.09.2009

"Krankenkassen bekämpfen Betrug unzureichend"

GIEßEN (dpa). Die Krankenkassen gehen nach Überzeugung von Kriminologen viel zu halbherzig gegen Betrug im Gesundheitswesen vor. Seit der 2004 geltenden Pflicht zur Einrichtung sogenannter Fehlverhaltensbekämpfungsstellen hätten die Kassen in diesem Bereich im Schnitt nur 0,5 Stellen geschaffen.

Knapp 60 Prozent der Kassen hätten 2004 und 2005 - dem Zeitraum einer Studie Meiers - keinen Fall zur Anzeige gebracht, kritisierte der Kriminologe Professor Bernd-Dieter Meier am Freitag in Gießen während einer Fachtagung zum Thema Wirtschaftskriminalität. Zudem fehle vielen Staatsanwälten das nötige Hintergrundwissen für erfolgreiche Ermittlungen im Gesundheitswesen.

www.krimg.de

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